Wo verbrennst du dein ganzes Geld? Die just SPENT iPhone App Version 1.2

Es ist soweit. Die Version 1.2 unserer just SPENT iPhone App ist endlich im Store. Wir haben uns bei dieser Version ein bisschen mehr Zeit gelassen und hauptsächlich auf das Feedback unsere Nutzer gehört.

Neben einer Menge Verbesserungen gibt es drei neue Features, welche wir als In-App-Purchases zu jeweils 0,99€ anbieten.

 

1. Ausgaben nachtragen

Eigentlich fanden wir es super, dass man lediglich die Ausgaben von heute und gestern eintragen konnte. Dem Feedback per App Store Bewertungen und diversen E-Mails war zu entnehmen, dass sich viele Nutzer gewünscht haben, vergangene Ausgaben nachtragen zu können, die weiter als zwei Tage zurück liegen. Deswegen können vergessene Eingaben ab jetzt ohne Probleme im Nachhinein mit richtigem Datum nachgetragen werden.

just SPENT Ausgabe nachtragen
Danke Christian B., Marc J., Joachim S., Maren K., Firuze50, JFG11, Rennbiene, pudii, onnohetzke, karlsmart und @itsDake!

 

2. Unterschiedliche Währungen / Währungsrechner

Wenn man das Währungsrechner Feature aktiviert, kann man in jeder Währung seine Ausgaben eintragen. Just SPENT rechnet dann mit dem aktuellen Wechselkurs auf die Standard Währung des Nutzers um, sobald die App Zugang zum Internet hat.

Danke Julien B. und @juliusstiebert für den Tweet!
 

3. Heat Map: Wo verbrennst du dein Geld?

Ende 2014 hatten wir die Idee für ein kleines Fun-Feature. Wir spielten intern ein paar Wochen damit rum und fanden es sehr cool. Auf dem Übersichts Screen kann man nun auf das Map Icon klicken und sehen, wo man sein Geld pro Tag, Monat oder Jahr verbrennt. Klickt man auf die Kategorien, sieht man dies dann auch pro Kostenart.

Natürlich macht das ganze Feature nur Sinn, wenn man bei den Ausgaben die Orte einträgt.

Unser Tipp: Auf dem Heat Map Screen die Monatsansicht auswählen, auf die Kategorie „Essen“ klicken und auf der Karte von Monat zu Monat swipen.

just spent heat map

Die Heat Map kann natürlich auch über FB/TW/E-Mail/SMS geteilt werden.

Just SPENT Heat Map

 

Neben den drei neuen Features haben wir ein paar Kleinigkeiten geändert.

 

Optimierter User Flow

Wir haben den User Flow beim Eintragen von Ausgaben ein wenig optimiert. Nun ist das Auswählen der Location einen Schritt nach hinten gerutscht. Somit kann der Nutzer seine Ausgabe schneller ohne Location eintragen.

Die anderen beiden Icons sind für das Auswählen des Datums und den Währungsrechner.

just spent user flow

 

Neue Icons/Kategorien

Wir haben eine Menge neue Icons/Kategorien hinzugefügt.

Für Rainer haben wir z.B. ein Croissant Icon gebaut. Für Leander ein Blumen Icon.

just spent neue icons

 

Kategorien nun individualisierter

In der neuen iPhone App Version von just SPENT kann man nun endlich Kategorien umbenennen und deaktivieren. Somit könntest du z.B. die Kategorie „Carsharing“ in „car2go“ umbenennen. Zudem kannst du jetzt mal auf einen Blick alle Kategorien in Schriftform sehen. Dies ist vor allem für neue Nutzer interessant, um herauszufinden, was es alles an vorgespeicherten Kostenarten gibt.

Das Deaktivieren der Kategorien ermöglicht dir, dass dein Icon Screen nicht so überladen ist. Die Reihenfolge der Icons ändert sich automatisch nach deinem Ausgabeverhalten.

just spent kategorien individualisierter
Danke Moritz G., iHeidi, Chris D., Saskia A., Nerdtorious, Mathias N., pudii, iDash230, Rain er, bennzzz, Lumo13 und tinkbean

 

Einzelposten in der Übersicht

Ab jetzt kannst du in der Übersichtsseite jede Kategorie genau unter die Lupe nehmen. Du kannst z.B. sehen, wo du überall dein Geld für Essen ausgeben hast.

just SPENT Einzelposten Übersicht
Danke iHeidi und @zeilenabstand

 

Ältere Einträge editieren und löschen

Einträge älter als "Gestern" können endlich bearbeitet und gelöscht werden. Also kannst du deine Eintragungen korrigieren und das Datum einer Ausgabe anpassen.

Älter Einträge löschen just SPENT
Danke Steven M., iHeini, Rennbiene, TikiTakaRaus, iDash230, BP Patient
 

Vergrößerter Radius der Suche

Bis dato hatten wir den Radius bei der Suche von Locations auf xkm begrenzt. Nun ist er auf 30km ausgeweitet. Das ermöglicht z.B., den weiter entfernten Supermarkt nachträglich einzutragen.

Danke Saskia A.

 

iPhone 6 Optimierung

Die App ist jetzt noch besser auf das iPhone6 optimiert.

Danke x_e_r_o_x und @homtec
 

Das war alles, was wir bei Version 1.2. verbessert haben. Wir hoffen, es gefällt dir!

Wie freuen uns über jede Bewertung im App Store, E-Mail und Tweet.

 

App Store: Download just SPENT iPhone App

E-Mail: hello (at) justspent (dot) com

Twitter: @justSPENTcom

Wie die Digitalisierung ganze Branchen auf den Kopf stellt.

Wir wurden von der BIIS-Fachtagung für Hotels Mitte April zu einer Vortragsreihe eingeladen.

Der Vortrag sollte darum gehen, welche Auswirkung Airbnb auf die Hotelbranche hat. Bei der Recherche haben wir uns ausgiebig mit den Pro und Cons von Airbnb und Hotels auseinander gesetzt. 

Eines wurde uns schnell klar: das Kernthema des Ganzen ist nicht Airbnb.

Airbnb ist nur ein Teil von etwas Größerem. Eigentlich geht es um die Digitalisierung, dem Buzzword unserer Zeit. Es geht darum, wie die Digitalisierung unsere Konsumgewohnheiten und unser Nutzungsverhalten verändert. Sie verändert, welche Erwartungen wir gegenüber Marken, Produkten und Services haben.

 

Die Digitalisierung hat das Produkt Airbnb erst möglich gemacht. 

Das Internet bringt Netzwerke hervor, in denen sich Menschen digital organisieren. Airbnb ist als Mittler zwischen Reisende und Vermieter ein solches Netzwerk und profitiert vom Netzwerk-Effekt. Die Brand Eins hat genau das Phänomen in der aktuellen April Ausgabe im Artikel "Die drei Zauberworte" thematisiert. Der Netzwerk-Effekt bedeutet in unserem Fall, dass wenn immer mehr Menschen bei Airbnb mitmachen, es ein Anreiz ist, auch dabei zu sein. Das nennt man positive Rückkopplung und der Erfolg füttert sich von selbst.

Die Zahlen sprechen für sich. Die Privatunterkünfte von Airbnb sind im Jahr 2014 von 300.000 auf 1 Millionen angestiegen. Im Vergleich dazu hat der größte Hotelkonzern der Welt, die „InterContinental Hotels Group“, hingegen „nur“ rund 680.000 Zimmer. Kein Wunder also, dass die Hotel- und Reisebranche das Start-up aus San Francisco langsam als mögliche Gefahr wahrnimmt.

Zudem ist es Airbnb gelungen, ein sehr gut funktionierendes Bewertungssystem aufzusetzen. Sehen Nutzer Erfahrungsberichte von anderen, schafft das Vertrauen und animiert zum mitmachen. Bei Airbnb können sich Reisende und Vermieter gegenseitig bewerten. Gleichzeitig betreibt Airbnb geschicktes Story Telling. Unter "Belong Anywhere" und #OneLessStranger werden reale Erfahrungsberichte und Geschichten über Liebe und Freundschaft erzählt, die Lust darauf machen, Teil der Airbnb Community zu werden. 

 

Start-ups haben den Mut, etwas Neues zu wagen und ganze Märkte auf den Kopf zu stellen.

Das kann man nicht nur bei Airbnb beobachten, sondern auch bei vielen anderen, wie Amazon, Ebay, Netflix oder Uber.

Amazon und Ebay haben als Online-Marktplätze den Einzelhandel revolutioniert. Die riesige Produktauswahl, die günstigen Preise und der schnelle und bequeme Service überzeugten Shopper vom Online Handel. Amazon wird als Suchmaschine immer wichtiger. Zum Teil suchen Leute Produkte lieber direkt über Amazon, als über die Google-Suchmaschine. Unternehmen investieren Summen für Werbeplätze außerhalb der Amazon-Suche und zahlen sogar für Produktbewertungen über Amazon Vine. 

Einen ganz neuen Umgang mit Musik initiierte Napstar vor einigen Jahren mit der Idee des File-Sharings. Endlich konnte man Musik frei aus dem Netzwerk downloaden, natürlich nicht ganz legal. Zu Hochzeiten waren 70 Millionen User registriert. Nach Napstar legalisierte Apple das Downloaden von Songs, Alben und Filmen über den iTunes Store und machte CDs oder Platten zu Liebhaberstücken. Spotify als Streaming-Dienst verschafft uns heute einen Zugang zu einer unfassbar großen Musikbibliothek, auf die keiner, der angemeldet ist, mehr verzichten möchte. 

Natürlich ist jedem bekannt, dass die Digitalisierung auch die Film- und Fernsehindustrie veränderte. Besonders interessant ist dabei, wie früh es Netflix verstanden hat, Nutzerdaten für sich zu instrumentalisieren. Als ehemaliger DVD-Versandhandel hat sich Netflix zum Streaming-Portal entwickelt und weiß genau, wer wann, was anschaut. Dadurch kann Netflix Empfehlungen aussprechen und nutzergenaue Angebote schaffen. Bei der Kündigung eines Abos zum Beispiel gibt dir Netflix die Option immer wieder zurück zu kommen und hat deine alten Sehgewohnheiten auch später noch parat. Für einige komisch, für mich super praktisch. Auch der Ablauf der Kündigung ist super. Das geht so schnell und unkompliziert, dass es ein Vorbild für alle anderen Abomodelle sein sollte.

Netflix Abo-Kündigung. Ein Customer Service Best Practice trotz Kündigung.

Netflix Abo-Kündigung. Ein Customer Service Best Practice trotz Kündigung.

Bevor jemand anderes es macht, machen wir es selbst. Das dachte sich ungewohnter Weise auch mal ein Konzern. Die Daimler AG hat mit dem hauseigenen Start-up car2go das erste Freefloating-Carsharing Modell in Deutschland umgesetzt. Nutzer können einen Mietwagen temporär und spontan von der Straße weg buchen.

Der viel besprochene Privatfahrdienst Uber heizt hingegen den Wettbewerbsdruck unter den Taxiunternehmen an. Innerhalb kürzester Zeit ist Uber zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für die Taxibranche geworden. Uber ist nicht nur günstiger, sondern hat auch oftmals auch einen besseren Service. Fahrer können sich einfach keinen schlechten Service mehr erlauben, da sie von ihren Mitfahrern bewertet werden. Was viele nicht wissen, auch Fahrer können ihre Mitfahrer bewerten. 

Während eine Reise früher ausschließlich über Reisebüros gebucht wurde, auch wenn wir uns vorher über Google zu Hotels informiert haben, nutzen viele heute nur noch Booking.com. Neben der Website macht es uns die App von Booking.com spielend leicht, Hotels selbst zu buchen. Die Reisebuchungsplattform funktioniert so gut, da sie immer den niedrigsten Preis versprechen. Zudem sind auch hier, wie bei Airbnb und Uber, die Bewertungen der Nutzer ein entscheidender Erfolgsfaktor.

 

Worin liegt der Erfolg dieser Start-ups?

Der Erfolg der Start-ups liegt in ihrer Mentalität, die sich wie bei fast allen Digitalunternehmen durch eine hohe Kunden- und Produktorientierung auszeichnet. 

Start-ups sind Customer-Driven, der Kunde steht absolut im Fokus. Sie sind von Anfang an von der Zufriedenheit ihrer Kunden abhängig, ohne diese würden sie nicht auf dem Markt überleben. Das spornt an. Aus diesem Grund pflegen sie eine 1:1 Kommunikations-Kultur und reagieren schnellst möglichst auf die Anliegen ihrer Kunden. Das schraubt wiederum die Service-Erwartungen von uns als Konsumenten hoch, so dass viele Großunternehmen durch ihre Trägheit den neuen Service-Ansprüchen der Konsumenten nicht gerecht werden können.

Die Reaktion auf Twitter von Booking.com ist ein tolles Bespiel für das Servicedenken vieler Start-ups der Digitalbranche. 

Die Reaktion auf Twitter von Booking.com ist ein tolles Bespiel für das Servicedenken vieler Start-ups der Digitalbranche

Gleichzeitig sind Start-ups Product-DrivenUm Wettbewerbsfähig zu bleiben, holen sie Nutzerfeedback ein und optimieren ihre Produkte ständig. Sie wollen ihren Kunden ein einzigartiges Produkt-Erlebnis bieten. Das geht soweit, dass sie ganz neue Produkte auf den Markt bringen, die es vorher so nicht gab und mit denen sie neue Bedürfnisfelder schaffen, die vorher so nicht existierten. Start-ups wie Booking.com eröffnen Konsumenten wirklich relevante Mehrwerte, die zuvor im Unbekannten lagen. 

Start-ups haben eine hohe Innovationsbereitschaft. Sie sind super flexibel, frei von starren Strukturen und hoch risikobereit, was Katalysatoren sind, um schnell auf veränderte Marktgegebenheiten und Markttrends reagiert zu können. Da Start-ups relativ kleine Unternehmen sind, mit flachen Hierarchien und kurzen Kommunikationswegen, können Entscheidungen viel schneller gefällt werden. 

 

Wollen Unternehmen in einem digitalen Umfeld aktiv werden, sollten sie von Start-ups lernen.

Start-ups haben genau die Eigenschaften, die Unternehmen brauchen, um in einem digitalen Umfeld erfolgreich zu sein. Genau das Umfeld unterliegt schnellen Entwicklungsprozessen, so dass Unternehmen grundsätzlich beweglicher werden müssen. Sie sollten über ihre eigene digitale Transformation hinaus an neuen Produkt- und Servicekonzepten arbeiten, Markttrends beobachten und interessante Entwicklungen für sich weiterdenken und bestenfalls adaptieren. Gerne auch mit unserer Hilfe. 

 

Erfahrt mehr über die unschlagbaren Argumente von Airbnb und die Potentiale der Digitalisierung für die Hotelbranche in unserem Vortrag auf der BIIS-Fachtagung "HOTels".

 

Titelbild Credits:
https://www.flickr.com/photos/markjsebastian/4503065099/sizes/l/

Digital Everything – Was ist eigentlich dieses Internet der Dinge.

Wir haben drauf gewartet, nun endlich ist es soweit. Die Apple Watch ist (fast) auf dem Markt, lange nach der Samsung Gear. Bis jetzt sind die Smart Watches noch nicht im Mainstream angekommen und wir sind gespannt, ob es Apple als Kultmarke schafft.   

Richtig überzeugt hat uns die Apple Watch leider noch nicht, da unsere Kosten-Nutzen Rechnung noch nicht aufgegangen ist. Bis jetzt ist die Smart Watch für uns lediglich eine Fernbedienung fürs Smartphone, mit der man über das Handgelenk telefonieren kann. Ob der Mensch allerdings wirklich schon bereit ist, übers Handgelenk Befehle abzugeben, sei dahingestellt.

Allerdings sollte man nie nie sagen, da mit der Apple Watch tolle neue Features auf den Markt kommen. Die IHG Translator App ist zum Beispiel eine Apple Watch App, mit der eine Voice-to-Voice Übersetzung in 13 Sprachen möglich sein wird. (Bild-Quelle: Apple/ Samsung)

Die Apple Watch gab uns den Anlass, das Internet der Dinge einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir haben uns gefragt, was das Internet of Things oder auch das Internet of Everything ausmacht und wie wir es für uns nutzen können. Oder vielmehr, wie wir es für andere nutzen können. Wir haben für euch unsere Top 20 Internet of Things Produkte auf Slideshare zusammengetragen.

Wenn wir mal ehrlich sind, können wir heute nicht mehr ohne Internet, geschweige denn ohne ein Smartphone leben.

Bald wird das Smartphone zur Steuerungszentrale unseres Alltags. Laut einer Umfrage ist bei mehr als 1/4 der Amerikaner das Smartphone das Erste was sie sehen, wenn sie aufwachen und das Letzte, bevor sie einschlafen (Quelle: Qualcomm). All unsere Lebensbereiche befinden sich im digitalen Wandel und die analoge verschmilzt mit der virtuellen Welt. Laut IDC sollen 2020 über 32 Milliarde Produkte mir dem Internet verknüpft sein.

Stellen wir uns folgendes Szenario vor. Wir werden von unserer smarten Matratze geweckt, die Kaffeemaschine registriert, dass wir aufstehen und läuft automatisch an. Unser Kaffee läuft durch die Maschine, sobald wir die Dusche ausstellen. Unsere elektrische Zahnbürste misst in unserem Speichel wichtige Informationen zu unserer physischen Verfassung und sammelt Daten zu unserem Gesundheitszustand, die beim nächsten Arztbesuch abgerufen werden können.

Luna ist die erste Matratze, die den Schlaf trackt, zwei Heizzonen und eine intelligente Weckfunktion hat. Sie kann ins Smart Home integriert werden und mit dem Nest Thermostat interagieren. Schläft man ein, könnte automatisch die Raumtemperatur reguliert werden. Quelle: Lunasleep

Luna ist die erste Matratze, die den Schlaf trackt, zwei Heizzonen und eine intelligente Weckfunktion hat. Sie kann ins Smart Home integriert werden und mit dem Nest Thermostat interagieren. Schläft man ein, könnte automatisch die Raumtemperatur reguliert werden. Quelle: Lunasleep

Heute ist das Szenario noch nicht möglich, denn die IoT-Produkte sind im seltensten Fall miteinander vernetzt, so dass sie untereinander Informationen austauschen können. Dafür brauchen wir einen offenen technischen Standard, den alle Geräte verschiedener Hersteller akzeptieren. 

Trotzdem werden wir im Jahr 2015 laut Forrester das Jahr des Internet of Things erleben.

Es sollen vermehrt smarte Produkte auf den Markt kommen, die einen wirklichen Mehrwert für die User bieten. 

Im Moment ist das noch relativ selten und die meisten IoT-Produkte sind eher technische Spielereien, als dass sie eine Lösung für den Nutzer anbieten. Doch auch kleinere Produktideen treiben die Entwicklung des Internet of Things voran, denn gerade am Anfang muss viel ausprobiert werden. Was Entwicklern hilft sind Crowdfunding Plattformen wie Kickstarter. Hier können Produktkonzepte auf ihre Marktfähigkeit geprüft und wichtiges Feedback von zukünftigen Usern eingeholt werden.

Technology ist eine der Top-Kickstarter-Kategorien mit über 1000 Projekten. Quelle: Kickstarter

Technology ist eine der Top-Kickstarter-Kategorien mit über 1000 Projekten.
Quelle: Kickstarter

Wearables sind eines der Dinge, die im Internet of Things schon verhältnismäßig weit entwickelt sind. 

Quelle: T-Mobile Blog

Gerade smarte Armbänder oder kleine Devices, die an die Kleidung angebracht werden können, kommen bei den Konsumenten gut an. Das ist natürlich nicht zuletzt den Fitness-Armbändern wie dem Nike+ Fuelband zu verdanken.

Die Fitness-Tracker sind so beliebt, da sie die Grenzen unserer selbst sprengen und uns eine revolutionäre Kontrolle über unseren Körper geben. Endlich sehen wir den physischen Fortschritt direkt auf dem mobile Device und können unseren persönlichen Erfolg mit anderen teilen, sich alleine feiern ist ja langweilig. So kriegen wir notgedrungen auch mit, wie Peter Tauber seine Performance mit Nike+ trackt und werden mehr oder weniger freiwillig Mitläufer auf seiner idyllischen Sporttour.

Durch die neuen digitalen Technologien können wir unser Leben komfortabler, sicherer und Prozesse nachhaltiger gestalten. 

Sie verändert nicht nur unser eigenes Verhalten, sondern auch den Umgang mit unserer Umwelt. Car2Go und Drive Now haben zum Beispiel in deutschen Großstädten das Verständnis von einer nachhaltigen Mobilität geschärft. Die Car Sharing Anbieter funktionieren nur so gut, da wir die Position der Autos einfach über die App lokalisieren, die Autos digital reservieren und mieten können. Auch Audi nimmt sich dem Prinzip Car Sharing an und ermöglicht mit Audi Unite Autobesitzern in Schweden, dass sie ihr Auto im Freundeskreis teilen können. Sie können das Auto über die App orten und für sich freischalten. 

In Next oder Hilton Hotels können Hotelzimmer per online check-in gebucht und die Zimmertüren mit einem digitalen Zimmerschlüssel geöffnet werden. Das soll zukünftig auch mit der Apple Watch funktionieren. Starwood Hotels konzipiert gerade eine solche Zusatzfunktion, mit der Zimmertüren über die Apple Watch geöffnet werden können.

Nest, die von Google aufgekauft wurden, machen mit ihrem Raumthermostat unser Haus zu einem programmierbaren Ort. Das Equivalent auf dem deutschen Markt ist Tado. Mit Nest und Dropcam will Google den Markt des Smart Living erobern und fängt an, intelligente Türschlösser, Türknöpfe oder Türklingeln zu entwickeln. Die smarte Klingel kann die Tür für Personen freischalten, deren registriertes mobiles Device erkannt wurde.

Was bald unseren Alltag mit gestalten soll, wirft für uns noch viele Fragen auf, wenn wir auf den Zug Internet of Things aufspringen wollen. 

Eine Studie von HP hat uns wirklich überrascht. HP deckte auf, dass bei den untersuchten IoT-Produkten sagenhafte 70% der Produkte Sicherheitslücken aufwiesen und digital angreifbar waren. Bei 9 von 10 Geräten mussten überflüssige personenbezogene Daten, wie Bankinformationen, angegeben werden. (Quelle: HP)

Was ist, wenn jemand unsere digital verriegelte Tür hackt und einbricht? Was ist, wenn vertrauliche Daten gehackt und unrechtmäßig an Dritte weitergegeben werden, wie beispielsweise Infos zum Gesundheitszustand an die Krankenkasse? Was ist, wenn Haushaltsgeräte als Thingbots missbraucht werden und Wellen von Spam-Mails versenden?

Quelle: BMW

Quelle: BMW

Proofpoint hat Ende 2013 die erste Cyberattacke über das Internet der Dinge aufgedeckt, ein Kühlschrank war betroffen. Anfang 2015 ging das Connected Drive-System vom BMW durch die Presse. Der ADAC deckte eine Sicherheitslücke bei 2,2 Millionen Autos mit Connected Drive-System auf, so dass technisch versierte Leute die Autos ganz einfach per Smartphone öffnen konnten. Wie das geht, zeigt das Video von Motherboard.

Genau dann ist unser Leben eben doch nicht so viel einfacher und sicherer geworden, sondern komplexer und unsicherer.

Bei der Konzeption von IoT-Produkten muss das Thema Sicherheit im Entwicklungsprozess von Anfang an ganz oben auf der Agenda stehen. Datensicherheit ist, trotz sich ausdehnender Toleranzgrenzen, das A und O in Zeiten der Digitalisierung, gerade wenn es um sehr sensible Daten geht. 


We failed - Warum die Verleih App WHY own it nicht funktioniert hat

Im Februar 2012 kam mir im Urlaub die Idee zu einer Verleih App. Wäre es nicht super, wenn man sich ein Surfboard von seinen Freunden ausleihen könnte, wenn man wissen würde, welche Bücher die Freunde haben und wo es das beste Steak in der Stadt gibt?

Der Arbeitstitel war HaveWantLove.

Mit dieser Idee kam ich zurück nach Hamburg und habe sie ein paar Freunden erzählt. Schnell haben wir uns entschieden auf “Love” zu verzichten. Es sollte nur um Dinge gehen. Dinge die jemand entweder besitzt oder gerne mal ausleihen würde.

Bei einer Flasche Wein mit Hans, der in der Zwischenzeit die App Clue aufgezogen hat, kamen wir auf den Namen “y’own” von “you own”, einen Tag später wurde daraus “WHY own it”. 

Im April 2012 wurde die WHY own it GmbH gegründet und es wurde angefangen zu entwickeln.

Die App bauten wir unter folgenden Annahmen:

  • Unter Freunden leiht man sich gerne Produkte aus.
  • Einem Fremden würde man nichts ausleihen.
  • Freunde kaufen die gleichen Sachen, lesen die selben Bücher, etc.

Im August war es dann soweit. Die erste Version der iPhone App WHY own it kam in den App Store. 

Version 1: Leihe Produkte von Freunden

Gestartet haben wir mit der ersten Version, in der man sich per Facebook oder E-Mail angemeldet hat. Man konnte seine eigenen Produkte per Foto oder Barcode Scanner hochladen und Produkte von Freunden sehen oder anfragen. Um eine größere Auswahl an Produkten zu bekommen, konnte man Freunde per E-Mail und Facebook einladen.

WHY own it - Die Verleih App - Version 1.0

WHY own it - Die Verleih App - Version 1.0

Mit dem Launch hatten wir sofort ein wenig Presse und waren gespannt, was passieren würde. Wie es bei den meisten Start-ups so ist, passierte erst einmal nicht viel. 

In den kommenden Wochen haben wir immer wieder versucht, das Produkt durch neue Features zu verbessern:

  • Teilen von Produkten via Facebook und Twitter
  • Drag & Drop Usability
  • Ein Punktesystem für’s Hochladen von Produkten. Die Punkte konnte man später für u.a. Freiminuten von car2go eintauschen.

Die Presse war super. Das Thema Shareconomy wurde 2013 zum Lieblingsthema der Presse und wir waren fast immer mit dabei. Jedem Journalisten ist eine schöne Leihgeschichte eingefallen. Nur leider hat unsere App nie wirklich funktioniert. 

Ich werde nie vergessen, als ich mit Phillip bei einem Feierabendbier zusammensaß und bei Galileo ein Beitrag über uns lief. Da haben die Server förmlich gebrannt. Drei Tage später war wieder Flaute. 

Zum zweiten Mal habe ich ein Start-up gegründet, welches in der Presse gut ankam und bei dem jeder gesagt hat “tolle Idee”, das aber eigentlich bei weitem nicht so gut funktioniert hat, wie es nach außen hin aussah.

Anzahl neuer User auf der Verleih App

Anzahl neuer User auf der Verleih App

Downloads der Verleih App: 2012-2014 (getrieben von TV & Presse - 0€ Marketing Spending)

Downloads der Verleih App: 2012-2014 (getrieben von TV & Presse - 0€ Marketing Spending)

Was lief falsch?

Ich habe die Konzeption der ganzen App komplett unterschätzt. Ich erinnere mich daran, dass ein Bekannter aus Berlin mich gewarnt hat, die Konzeption von Mobile Apps sei etwas ganz anderes als die von Webseiten. In meiner damaligen Überheblichkeit habe ich gedacht, dass ich das ganz locker hinbekommen würde.

Zudem sind wir davon ausgegangen, dass den Leuten unsere Idee genauso gut gefällt wie uns und dass sie sich gegenseitig davon erzählen würden. Klar, viele fanden die Idee super, das hieß aber noch lange nicht, dass sie auch die App installierten, sich anmeldeten oder geschweige denn Produkte hochluden.

Leute, die sich angemeldet haben, wollten sich am liebsten etwas ausleihen, hochgeladen hat kaum jemand etwas. Und da meistens noch keiner der eigenen Freunde die App nutzte, bestand für den Nutzer gar nicht die Möglichkeit, sich etwas auszuleihen. Manchmal war das dann der Anreiz, ein paar Freunde einzuladen.

Version 2: Leihe von Nachbarn

Im Oktober 2013 haben wir endlich die App für “Nichtfreunde” geöffnet. Ab diesem Zeitpunkt konnte sich jeder Produkte von Nachbarn ausleihen.

WHY own it - Die Verleih App - Version 2.0

WHY own it - Die Verleih App - Version 2.0

Unsere Annahme für die Version war klar. Unsere Nutzer wollen sich gerne etwas ausleihen, nur gibt es zu wenig Angebot, da kaum einer der eigenen Freunde mitmacht. Mit der Öffnung der App auf Nachbarn konnten sich Nutzer ab sofort Produkte von Leuten in ihrem Umfeld ansehen und ausleihen. Wir dachten, dass das beim Verwender ein positives Erlebnis wecken würde, dass er selbst Produkte hochladen und seinen Freunden von der App erzählen würde. 

Die Aktivität auf der App hat sich jedoch leider nicht groß verändert. 

Version 3: Alles Neu

Im Februar 2014 haben wir dann die Version 3 raus gebracht; dieses Mal mit Flat Design, neuer Produktseite und einer Kartenansicht.

Um diese Version zu bauen, haben wir nicht nur das Frontend sondern auch das Backend komplett neu gebaut. Die Dynamik im Team war super und wir hatten große Hoffnung, dass die Version 3 wesentlich besser funktionieren würde als die vorherigen Versionen.

WHY own it - Die Verleih App - Version 3.0

WHY own it - Die Verleih App - Version 3.0

Nachdem auch die Version 3 nicht den gewünschten Erfolg brachte, ist mein Interesse an der App Monat für Monat geschwunden. Es gab Monate, in denen ich die App nicht einmal mehr geöffnet habe. 

 

 

GAME OVER

Seit Mitte 2014 haben wir intern immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, doch noch eine 4. Version der App auszuprobieren. In den letzten Tagen habe ich allerdings beschlossen, dass ich erst einmal eine Verleih-Pause brauche. 

Unser Entschluss: Wir werden der App vorerst den Stecker ziehen.

Vor 3 Jahren hatte ich die Idee für die App. Heute haben wir die App aus dem App Store genommen. Am 12. März 2015 werden wir den Server endgültig abstellen, was bedeutet, dass Eure Daten komplett gelöscht werden. 

Es ist uns leider nicht gelungen, das Baby zum fliegen zu bekommen.

Der amerikanischer VC Fred Wilson hat in seinem Rückblick über 2014 folgendes geschrieben:

“The “sharing economy” was outed as the “rental economy.” nobody is sharing anything. people are making money, plain and simple. technology has made renting things (even in real time) as simple as it made buying things a decade ago. Uber and Airbnb are the big winners in this category but there are and will be others.”

Die Version 4 wäre auf jeden Fall in Richtung “Rental Economy” gegangen. Ich bin mir sicher, dass irgendjemand das Rennen machen und das Airbnb für Produkte etablieren wird. Wir werden diesen Schritt auf jeden Fall zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen. Vielleicht geben wir der ganzen Sache Ende des Jahres noch einmal eine Chance; vielleicht erst im Jahr 2020. Wer weiß? 

Alle Projekte, die ich bis dato gestartet habe, haben in erster Linie ein Problem für mich gelöst. 

“Wie kann ich schnell und einfach coole Öko Klamotten kaufen?”

“Wie kann ich sehen, welche Produkte ich mir von meinen Freunden ausleihen könnte?”

“Wofür gebe ich überhaupt jeden Monat mein Geld aus und wie viel?”

Ich gehe dann immer davon aus, dass andere Leute die gleichen Probleme haben, hinterfrage die ganze Sache und fange an zu konzipieren.

Während ich 2013 versucht habe, nichts zu kaufen und alles über die WHY own it App von Freunden und Nachbarn zu leihen, haben sich meine Prioritäten momentan verschoben.

 

 

Was passiert mit der WHY own it GmbH?

Mein Traum war es immer, eine Firma zu haben, die sowohl Dienstleister ist als auch eigene Projekte umsetzt. Dahinein stecken wir eigentlich schon über ein Jahr unsere Energie. Die Erfahrungen, die wir u.a. mit dem “Nicht-Funktionieren” der WHY own it App gemacht haben, waren dafür wertvoll und fließen mit ein. Zudem haben wir in den letzten Jahren ein gutes Netzwerk an Agenturen, IT-Dienstleistern, Freelancern und Start-ups aufbauen können, mit denen wir nun verschiedene Projekte schnell umsetzen können. 

Nachdem wir zwei Angel Runden gemacht haben, finanzieren wir uns seit Mitte 2013 durch Berater- und Agenturjobs. Wir helfen Großkonzernen und Mittelständlern bei der Konzeption, Umsetzung und Vermarktung von E-Commerce und Mobile Projekten. Dabei entstehen immer wieder neue Ideen, welche wir auf die Straße bringen wollen. 

Ziel ist es, jedes Jahr 1-3 eigene Ideen umzusetzen. Die letzten Monate haben wir uns neben dem Beratungsgeschäft auf just SPENT konzentriert. Ein weiteres Projekt wird gerade entwickelt.

just SPENT 1.1 – Die Ausgaben App, die kein Menschen interessiert!

Nun ist es soweit, Version 1.1. von just SPENT ist im App Store!

Ohne große Erwartungen haben wir Mitte Oktober just SPENT gelauncht. Ein Seitenprojekt. Eine kleine iPhone App, die dir ermöglicht, deine Ausgaben zu festzuhalten. Nichts wirklich neues. Wir haben einfach eine App gebaut, die uns hilft, einen besseren Überblick über unsere Ausgaben zu haben.

Zum Launch haben wir eigentlich nicht viel gemacht. Wir haben einen Blog Post gepostet und eine E-Mail an etwa 200 Leute geschickt, die sich vorher auf unsere Landing Page eingetragen haben. Wir haben 2 Blogs eine kurze Mail mit dem Link zu unserem Blog Post geschickt. Ohne Erfolg. Es hat keiner über uns geschrieben. Kein (Presse) Mensch interessiert sich für just SPENT! Den WHY own it Nutzern haben wir keine E-Mail geschrieben.

Dann haben wir ein bisschen Facebook Werbung gebucht. So 200 USD. Bis dato kamen die meisten Downloads organisch. Es scheint eine paar Leute zu geben, die die App tatsächlich downloaden und nutzen.

Downloads hin oder her, die Aktivität auf der App ist über unseren Erwartungen und hat uns dazu bewogen mehr Zeit in just SPENT zu investieren. Wir haben die letzten Tage ein bisschen an Version 1.1. gesessen und werden tatsächlich eine Android Version in den kommenden Wochen launchen. Wer eine E-Mail bei Launch von uns erhalten möchte, kann sich gerne hier eintragen.

Mittlerweile hatte wir sogar schon unseren ersten, kleinen Pressebeitrag. Die COUCH hat über uns berichtet.

just SPENT im COUCH Magazin

just SPENT im COUCH Magazin

1.1. ist in einer neuen Farbe, hat ein paar neue Kategorien und du kannst jetzt noch schneller deinen Ausgaben eintragen.

just SPENT iPhone App 1.1

just SPENT iPhone App 1.1

Hier geht’s zum App Store

Hier geht’s zum Play Store

Falls dir just SPENT gefällt, würden wir uns sehr über einen App Review freuen. Du kannst uns auch jeder Zeit Feedback per E-Mail (hello {at} just spent {dot} com) oder Twitter schicken.

just SPENT App – Warum ist am Ende des Monats immer mein Geld weg?

WHY own it hat in letzter Zeit einen Wandel von einem Startup, das eine Sharing-Plattform betreibt, hin zu einer Agentur/Beratungsfirma gemacht. Unsere Vision ist es, uns unabhängiger zu machen und in der Hälfte der Zeit mit eigenen, innovativen Produkten zu beschäftigen.

Wir freuen uns deshalb, euch nach WHY own it, der Verleih-App, unser zweites Produkt präsentieren zu können: just SPENT.

Das Problem ist bekannt: Viele kleine Ausgaben summieren sich zu einer großen Summe, die am Ende des Monats auf dem Konto fehlt. Um den Überblick über diese vielen kleinen Alltagsausgaben behalten zu können, haben wir just SPENT entwickelt.

Ich selbst habe immer mal wieder versucht, meine privaten Ausgaben in übersichtlicher Weise festzuhalten. Dafür habe ich Apps, Excel oder auch Stift und Papier verwendet.

Hier ein Beispiel, wie ich mir im Juli vorgenommen habe, mal alle Ausgaben zu tracken. Was man auf den ersten Blick erkennen kann, ist, dass ich öfters in die gleichen Läden gehe und dort die gleichen Sachen esse/kaufe. In dieser Woche bin ich beispielsweise drei Mal vor der Arbeit ins Black Delight gegangen und habe mir dort einen Kaffee & Brötchen für 4,50 Euro gekauft. Zudem war ich zwei Mal im Esszimmer einen Salat für 10 Euro essen.

 

Deshalb liegt des Konzept von just SPENT eine simple aber entscheidende Erfahrung zu Grunde: “Leute gehen Woche für Woche in die gleichen Läden und kaufen die gleichen Sachen.”

Wenn du Mittwoch das erste Mal im Black Delight für 4,50 Euro frühstückst und dort am Donnerstag wieder, weiß die App, dass du wohlmöglich wieder 4,50 Euro ausgeben wirst. Denn just SPENT erkennt, an welchem Ort du dich befindest und lässt dich aus seiner Liste von zuvor bereits getätigten Ausgaben auswählen. Mit einem Swipe nach rechts aktivierst du die Kosten für deine Übersicht – Kaffee & Brötchen für 4,50 Euro mit einem kurzen Wischer über das Display eingeloggt.

 

In der Grafik siehst du dafür ein weiteres Beispiel. Die App erkennt, dass ich mich in der Nähe des Burgerladens befinde. Mit einer kurzen Geste kann ich die 15 Euro für mein Lieblingsmenü in meinem just SPENT einloggen.

Unter iOS8 ist es sogar möglich, Kosten einzuloggen, ohne die just SPENT-App aufrufen zu müssen – per Widget. Um das Widget zu nutzen, musst du einfach auf die Notification Seite von deinem iPhone (mit iOS8) gehen und das just SPENT Widget hinzufügen.

Dann gibt es noch eine einfache Übersichtsseite, auf der man sich alle Ausgaben als Excel-Tabelle per E-Mail zuschicken lassen kann.

Wir haben bewusst auf weiteren Schnickschnack verzichtet. Jegliche Daten werden lediglich auf dem iPhone des Nutzers gespeichert. Es gibt keine Cloud, kein Web View und auch keine API-Schnittstelle zu einem Bankkonto.

 

Wir entwickeln die App seit August 2014 in einem sehr informellen Rahmen. Lediglich drei Meetings bei Black Delight und einige leckere Kaffees brauchte es, um die Sache in Rollen zu bringen. Die Wireframes wurden in balsamiq gebaut. Die Koordination ist diesmal lediglich über iMessage gelaufen. Auf E-Mails oder ein Projekt Management Tool haben wir verzichtet.

Getestet haben wir die App via Testflight. Wir selber nutzen die App seit Anfang September und haben die Finale Version an 10 Tester gegeben. Wie erwartet, haben viele nach einer Testversion gefragt, allerdings waren die Tester dann nicht so aktiv in der App, wie wir uns das gewünscht hätten. Den perfekten User Test Prozess haben wir noch nicht gefunden. Die Nachfrage nach einer Testversion ist jedes Mal groß. Wenn diese dann installiert ist, kommt allerdings echt dünnes (bzw. kein) Feedback. Vielen Dank an die beiden super Testerinnen Lydia und Nat!!!

Lydia: “Genau das,was ich seit Monaten versuche auf Papier zu machen und wofür ich mir sehnlichst ne App gewünscht hab.”

Nat: “Have used it already! Its great:) and simple to handle…:)”

 

jetzt just SPENT downloaden!!!

 

 

FAQ:

Warum kostet die App 0,99 EUR?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

1. Was nichts kostet, ist nichts wert. Wir gehen davon aus, dass, wenn jemand eine App zahlt, diese auch mehr nutzen wird.

2. Wir haben keine Daten von euch auf irgendwelchen Servern gespeichert, mit denen wir auf irgendwelche Weise, irgendwie, irgendwann Geld verdienen könnten.

3. Keine Werbung.

 

Wann kommt eine Android App?

Wir schauen uns in den nächsten Wochen an, wie das Feedback der Nutzer zu just SPENT ist und entscheiden dann, ob wir Android nachziehen. Falls du eine Android App haben willst, schreib und doch einfach eine E-Mail.

Wird man irgendwann das Bankkonto mit just SPENT verbinden können?

Das haben wir nicht vorgesehen, weil wir auch nicht wollen würden, dass ein Startup weiß, was auf unseren Konten abgeht. Zudem sind manche Apps von manchen Banken doch echt ganz gut. Auf der anderen Seite könnten wir es in wenigen Wochen nachbauen. Wenn es also von Nutzern gewünscht wird, werden wir es noch mal überdenken.

Update: Android ist im Store!!!

 

Wo sind meine Daten?

Alles bleibt auf deinem Telefon. Falls du deine Ausgaben genauer unter die Lupe nehmen möchtest, kannst du dir deine Daten per E-Mail selbst schicken. Uns interessieren deine Daten nicht.

 

Was ist mit der WHY own it App?

Wir arbeiten an einer neuen Version und werden diese Anfang 2015 auf den Markt bringen.

 

Wie erreiche ich euch?

Für Feedback und Presseanfragen könnt ihr uns jederzeit eine e-Mail an hello (AT) justspent (dot) com schreiben. Natürlich hat just SPENT auch eine Facebook Seite und einen Twitter Account.

Falls ihr etwas über uns schreiben wollt, könnt ihr könnt ihr zur Bebilderung die Screen-Bilder von diesem Blog Post nehmen.

USA – Land des unbegrenzten Teilens: In den Staaten ist das Sharing im Mainstream angekommen

In den vergangenen drei Wochen reiste ich nach New York und San Francisco, um Urlaub zu machen – so der Plan. Doch drei Wochen USA bedeuteten für mich auch eine dreiwöchige Lektion im Nutzungsverhalten von Sharingdiensten unter Amerikanern. Mein Fazit vorab: Auf der anderen Seite des großen Teiches ist Sharing bereits im Alltag angekommen. Vor allem zwei Dienste stachen mit ihren wirklich nützlichen Leistungen heraus.

Uber ist überaus praktisch

Bereits am Flughafen in New York der erste Kontakt: Mein „Taxi“ bestellte ich mit Uber, dieser komfortablen Taxiapp mit den schwarzen Limousinen, die es inzwischen ja auch in Berlin gibt. Der Vorteil für den Kunden: Die Limousinen sind schick, unauffällig, zuverlässig und schnell vor Ort.

Zudem kosten Sie in den meisten Fällen nicht mehr als eine Taxifahrt. Die Vorteile für die Fahrer: Sie können die Nachfrage besser bedienen und damit auch mehr Geld verdienen.

Mein Fahrer berichtete mir, dass er zuvor bereits drei Jahre als Taxifahrer gearbeitet hatte. Doch die teure Lizenz und das ständige Säubern des Autos nach einer Schicht – er teilte sich das Taxi und die Lizenzgebühren mit zwei anderen Fahrern – könne er sich dank Uber nun sparen, sagte er. Jetzt fahre er nur noch dann los, wenn die Nachfrage, die er bequem per App abfragen kann, hoch sei.

Zuhause in fremden Wohnungen – Erfolgskonzept Airbnb

Auch in San Francisco begegnete mir mit Lyft ein ähnlicher Dienst, dessen Konzept Wundercar derzeit für Deutschland adaptiert. Mein Gedanke war gleich: Wäre toll, wenn es das bald auch in Hamburg gäbe. Dann könnte ich meinen alten Traum verwirklichen, mal ein Wochenende lang den Taxifahrer zu geben.

Der zweite große Dienstleister auf meiner USA-Reise, dessen weltweiter Erfolg ihn auch bis nach Hamburg geführt hat, ist Airbnb. Sowohl in New York als auch in San Francisco mietete ich meine Unterkünfte über Airbnb bei Privatpersonen. So wohnte ich beispielsweise bei Davis in New York. Er begann mit der Vermietung eines Zimmers, als sein Mitbewohner mit dessen Freundin zusammenzog. James passt seine Preise dauerhaft der Saison und der Nachfrage an. Im Februar kostet sein Zimmer beispielweise nur ein Drittel des Sommerpreises. In einer Stadt wie New York lohnt sich das Geschäft: Bald will James drei Monate durch Europa reisen und das eingenommene Geld wieder für Wohnungen bei Airbnb ausgeben – der Kreislauf beginnt von vorne.

Sharing – in den USA etabliert, in Deutschland auf dem Vormarsch

Mir hat der Trip in die USA die Augen geöffnet, was den Vormarsch von Sharing-Konzepten angeht. In Deutschland stehen in der Entwicklung noch am Anfang – aber vor ein paar Jahren hat auch noch kaum jemand online Waren bestellt und nun sieht man, wo dieser Markt angekommen ist. Interessant war vor allem, dass diese Plattformen Privatleuten Möglichkeiten bieten mit wenig Aufwand Geld zu verdienen. Es handelt sich deshalb auch nicht um Sharing im eigentlichen Sinne, sondern um das Verfügbarmachen von Dienstleistungen. In einer Welt, in der immer mehr Menschen immer weniger Nettoeinkommen zur Verfügung haben, wird sich dieser Trend sicherlich noch weiter durchsetzen – dann bestimmt auch bis nach Hamburg.

Es war das Jahr, in dem ich aufhörte Dinge zu kaufen

Mitte 2012 Deutschland, machte ich mich mit einem kleinen Team daran WHY own it zu entwickeln und wollte die Idee schon bald ein Stück weiter tragen. Die neue Idee: Diesen damals erträumten Katalog des Leihbaren gibt es jetzt.

Warum also überhaupt noch Dinge kaufen? Ich entschied mich dazu, ein Jahr (2013) nicht mehr zu konsumieren.

ICH WILL ERLEBEN, NICHT HORTEN

Natürlich gab es Einschränkungen: Ohne Nahrung geht es nicht. Wenn Kleidung kaputt geht oder der Winter hart wird, war auch hier eine Ausnahme erlaubt. Und, getreu meinem Motto „collect moments, not stuff“, wollte ich, anstatt Staubfänger anzuhäufen, so viel wie möglich erleben. Letzte Ausnahme also: Konzerttickets, Reisen, gutes Essen sind erlaubt. Und los ging es!

Am Anfang verkaufte und verschenkte ich so viele Dinge, dass bis auf mein Bett, meine Kleidung, einen Sessel und ein paar alte Schulbänke, an denen mein Team und ich zu dieser Zeit an WHY own it arbeiteten, kaum etwas in meiner Wohnung übrig blieb. Ein befreiendes Gefühl. Den Rest – Bücher, einige Sportgeräte, Reisetaschen und Elektronik – stellte ich bei WHY own it ein, um sie jedem meiner Freunde zugänglich zu machen.

VIELE MENSCHEN KAUFEN DIE GLEICHEN DINGE

Mein Ziel war es nicht nur, meine eigene Plattform auf Tauglichkeit zu testen. Mir war bei der Entwicklung auch aufgefallen, dass viele Leute die immer gleichen Dinge besitzen. Die Biografie von Steve Jobs – fast jeder meiner Freunde im IT-Bereich besaß sie. Eine Bohrmaschine, die zumeist nur wenige Minuten im Jahr läuft – dutzendfach auf WHY own it eingestellt. Es ging darum, diese Dinge nicht mehr zu kaufen, sondern sie nur dann zu nutzen, wenn ich sie benötigte.

Für mich war es ein Weg zurück zu Einfachheit. Ich musste mir kaum noch um die Pflege und Wartung von Dingen Sorgen machen, denn ich besaß ja kaum noch etwas. Es war aber auch ein Weg zurück zur Interaktion, zum Bewusstsein darüber, dass Vorlieben für Produkte auch verbinden können. Wenn ich mir ein Buch auslieh, sprach ich mit meinen Freunden darüber, wenn ich ein Sportgerät auslieh, schnackten wir noch kurz über den anstehenden Urlaub. Es machte mir deutlich, dass der Besitz eines Produkts ein Statussymbol ist. Die geteilte Nutzung dagegen, ist ein Kommunikationsmedium. Dreimal dürft ihr raten, welche Interpretation mir besser gefiel.

DAS NEUE ZIEL: AUS ZWEI KOFFERN ZU LEBEN

Geld habe ich in den zwölf Monaten übrigens kaum gespart. Das zusätzliche Geld habe ich für Konzerte und Reisen ausgegeben. Gekauft habe ich mir lediglich einen Anzug für die Hochzeit von Freunden, ein paar Hemden, einen Wintermantel, Winterschuhe und Laufschuhe. Der Anzug hängt die meiste Zeit im Schrank, den würde ich mir in Zukunft auch lieber ausleihen.

Mein Ziel ist es, in Zukunft nur noch so viel zu besitzen, wie in zwei Koffer hinein passt. Damit wäre ich frei zu leben und zu arbeiten wo ich will. Alles, was ich zusätzlich zum Leben brauche, will ich mir ausleihen. Dass es funktioniert, weiß ich jetzt.

Wenn ihr selbst einmal ausprobieren wollt, wie es ist, den eigenen Konsum zurückzufahren und dafür wieder mehr mit Freunden in Kontakt zu kommen: Ab sofort könnt ihr das neue WHY own it im Apple App Store herunterladen. Neben einem frischeren Look gibt es auch tolle neue Funktionen. Ihr könnt jetzt beispielsweise auf einer Karte sehen, wo ihr euch die gewünschten Produkte in eurer Stadt ausleihen könnt.

Gleich um die Ecke liest eine gewisse Lara die gleichen Bücher wie du? Aber bislang kennt ihr euch noch nicht? Es ist höchste Zeit, das zu ändern.

Was ist eigentlich diese Shareconomy?

Spätestens seit der großen Computerfachmesse CeBIT, die 2013 unter dem Motto „Shareconomy“ stattfand, ist dieser griffige Kunstbegriff einem breiten Publikum bekannt geworden. Was genau sich dahinter verbirgt, wissen aber nur die Wenigsten.

WHY own it erklärt, was es mit der „Shareconomy“ auf sich hat und wo die Branche heute steht.

Vom Besitzen zum Teilen

Der Begriff Shareconomy setzt sich aus den englischen Worten für Teilen und Wirtschaft zusammen und bezeichnet, grob gesagt, den Wandel vom Besitzen hin zum Teilen. Dieser Trend lässt sich sowohl im Internet als auch in der Wirtschaft beobachten.

Schon seit langem wird im Internet Software unter dem Gedanken des Open Source geteilt, füllen Nutzer von Wikipedia die für jeden frei zugänglich Online-Enzyklopädie gemeinsam mit Inhalt oder teilen Musik und Videos in sozialen Netzwerken miteinander.

Die digitalen Möglichkeiten werden aber auch immer häufiger dazu genutzt, haptische Güter miteinander zu teilen oder Kaufentscheidungen zu optimieren.

Laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM informieren sich 73 Prozent der Internetnutzer vor dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung im Internet und lesen die Bewertungen Dritter. Andersherum beteiligen immer mehr Unternehmen Verbraucher als Innovatoren in der Produktentwicklung.

Der Gedanke des Teilens reicht also von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Nutzung eines Produkts – und wird dabei für viele Verbraucher immer wichtiger: Laut BITKOM teilen bereits heute rund 17 Prozent der Internetnutzer hin und wieder Dinge wie Autos, Werkzeuge oder ihre Wohnung mit Hilfe des Internets, 52 Prozent glauben, dass das Teilen in Zukunft eine größere Rolle spielen wird.

Wer teilt mit wem?

Man unterschiedet zwischen „Peer to Peer“-Konzepten, wie Kleiderkreisel, eBay oder WHY own it, bei denen Verbraucher untereinander teilen und handeln. Und „Business to Consumer“-Konzepten, wie car2go, bei der ein Anbieter seinen Nutzern ein Produkt zum Teilen zur Verfügung stellt. Dafür fällt häufig auch der Begriff „Collaborative Consumption“.

Die Zahlen sprechen für sich

Dass mit den neuen Angeboten der Shareconomy auch ein gesellschaftlicher Sinneswandel einhergeht, ist kaum von der Hand zu weisen. Die Nutzerzahlen sprechen für sich: Alleine 2012 haben sich eine halbe Million Deutsche ein Auto von Carsharing-Diensten geliehen. Die Plattform Couchsurfing, auf der Nutzer kostenfreie Übernachtungsmöglichkeiten bei anderen Nutzen finden können, hat 6 Millionen Nutzer, AirBnb, das ein ähnliches Angebot gegen eine Mietgebühranbietet, hat 10 Millionen Nutzer weltweit. Dabei reicht das Phänomen Shareconomy weit über das Internet hinaus: Laut einer ARTE-Recherche ist durch das Teilen von Geld, Nahrungsmitteln, Lagerräumen oder Gärten bereits heute jeder Vierte Deutsche schon einmal Co-Konsument geworden.

Die Teilnahme an der Shareconomy lohnt sich, weil Produkte und Dienstleistungen so für jeden einzelnen günstiger werden und man mehr Zeit für die Wesentlichen Dinge des Lebens übrig hat, ganz nach dem WHY own it-Motto: Collect moments, not things.

Source: myaspiefiles.com