Was ist eigentlich diese Shareconomy?

Spätestens seit der großen Computerfachmesse CeBIT, die 2013 unter dem Motto „Shareconomy“ stattfand, ist dieser griffige Kunstbegriff einem breiten Publikum bekannt geworden. Was genau sich dahinter verbirgt, wissen aber nur die Wenigsten.

WHY own it erklärt, was es mit der „Shareconomy“ auf sich hat und wo die Branche heute steht.

Vom Besitzen zum Teilen

Der Begriff Shareconomy setzt sich aus den englischen Worten für Teilen und Wirtschaft zusammen und bezeichnet, grob gesagt, den Wandel vom Besitzen hin zum Teilen. Dieser Trend lässt sich sowohl im Internet als auch in der Wirtschaft beobachten.

Schon seit langem wird im Internet Software unter dem Gedanken des Open Source geteilt, füllen Nutzer von Wikipedia die für jeden frei zugänglich Online-Enzyklopädie gemeinsam mit Inhalt oder teilen Musik und Videos in sozialen Netzwerken miteinander.

Die digitalen Möglichkeiten werden aber auch immer häufiger dazu genutzt, haptische Güter miteinander zu teilen oder Kaufentscheidungen zu optimieren.

Laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM informieren sich 73 Prozent der Internetnutzer vor dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung im Internet und lesen die Bewertungen Dritter. Andersherum beteiligen immer mehr Unternehmen Verbraucher als Innovatoren in der Produktentwicklung.

Der Gedanke des Teilens reicht also von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Nutzung eines Produkts – und wird dabei für viele Verbraucher immer wichtiger: Laut BITKOM teilen bereits heute rund 17 Prozent der Internetnutzer hin und wieder Dinge wie Autos, Werkzeuge oder ihre Wohnung mit Hilfe des Internets, 52 Prozent glauben, dass das Teilen in Zukunft eine größere Rolle spielen wird.

Wer teilt mit wem?

Man unterschiedet zwischen „Peer to Peer“-Konzepten, wie Kleiderkreisel, eBay oder WHY own it, bei denen Verbraucher untereinander teilen und handeln. Und „Business to Consumer“-Konzepten, wie car2go, bei der ein Anbieter seinen Nutzern ein Produkt zum Teilen zur Verfügung stellt. Dafür fällt häufig auch der Begriff „Collaborative Consumption“.

Die Zahlen sprechen für sich

Dass mit den neuen Angeboten der Shareconomy auch ein gesellschaftlicher Sinneswandel einhergeht, ist kaum von der Hand zu weisen. Die Nutzerzahlen sprechen für sich: Alleine 2012 haben sich eine halbe Million Deutsche ein Auto von Carsharing-Diensten geliehen. Die Plattform Couchsurfing, auf der Nutzer kostenfreie Übernachtungsmöglichkeiten bei anderen Nutzen finden können, hat 6 Millionen Nutzer, AirBnb, das ein ähnliches Angebot gegen eine Mietgebühranbietet, hat 10 Millionen Nutzer weltweit. Dabei reicht das Phänomen Shareconomy weit über das Internet hinaus: Laut einer ARTE-Recherche ist durch das Teilen von Geld, Nahrungsmitteln, Lagerräumen oder Gärten bereits heute jeder Vierte Deutsche schon einmal Co-Konsument geworden.

Die Teilnahme an der Shareconomy lohnt sich, weil Produkte und Dienstleistungen so für jeden einzelnen günstiger werden und man mehr Zeit für die Wesentlichen Dinge des Lebens übrig hat, ganz nach dem WHY own it-Motto: Collect moments, not things.

Source: myaspiefiles.com